Eskalierende Verschuldung in der Schweiz

Privatverschuldung kann bedeuten,
dass Sklav Du wirst von andren Leuten.
Doch halt, die Schulden sind famos,
weil Eigenmietwert-Last sonst z'gross!

Solch Steuerrecht ist hoch riskant,
bringt Bürger gar um den Verstand.
Drum muss der Schuldzinsabzug weichen,
für Banken wird's auch so noch reichen.

Der Eigenmietwert dient als Mass
für unsern Wohn- und Prestigespass.
Er bildet ab den Wohnkonsum
und eignet sich für Steuern drum.

Wenn alle ihren Beitrag bringen
kann ein Reformprojekt gelingen.
Die Flat-Tax ist ein guter Rat:
Die Steuern werden moderat : )

Gegen die einseitige Steuerbefreiung

Welche Steuer könnt uns allen
wirklich durch und durch gefallen?
Oder ist’s nicht eher so,
dass nur Befreiung uns macht froh?

Doch sag, wie soll das funktionieren
wenn niemand mehr will „investieren“?
Die Staatsaufgaben kosten Geld,
das nicht nur so vom Himmel fällt.

Eigentümer grosser Villen
oder Mieter ganz im Stillen,
zahlen Steuern sie für's Wohnen,
muss man hier einmal betonen.

Wenn nun Reformen stehen an,
Ausgleich man beibehalten kann.
Und muss ein Beitrag jeder leisten,
wird’s billiger auch für die meisten.

Ein Steuermodell der Zukunft

Eine Steuer ist dann gut,
wenn sie ALLE plagen tut.
Und ist sie auch noch transparent
man weniger Vermeidung kennt.
*1
Zu öffnen die Vermögensschere
doch tunlichst zu vermeiden wäre.
Ein Ausgleich zwischen Genrationen
wird sich in vielen Fällen lohnen.
*2
Ein Anreiz zum Schutz der Natur,
soll Teil sein einer Steuer-Kur.
Und bei der Detailausgestaltung
muss minimal sein die Verwaltung.
*3
So ein Modell ist wirklich smart
wenn Schwarzarbeit bleibt uns erspart.
Haushaltsneutral soll es auch sein,
das sieht doch jeder von uns ein.
*4
Negativ-Fiskalerträge
wirken in der Tat sehr schräge.
Stetig, prompt und positiv
macht den Staat kompetitiv.
*5
Damit die Sache nicht missrät,
muss klein sein die Komplexität.
Privileg und Sonderrecht
sind zu vermeiden, weil sie schlecht.
*6
Simpel muss das Rechnen sein,
von Aufwand kann das uns befrein.
Es wird nicht zum Referendum kommen
wenn all‘ sich fühlen ernst genommen.
*7
Lässt sich’s automatisieren
Inkassoarbeit wird’s halbieren.
Humanarbeit soll’s nicht verteuern
Roboter zahlen keine Steuern!
*8
BV-Artikel 108
will dass man Wohnen günstig macht.
Zeigt 127.2
was primär zu besteuern sei.
*9
Sind wir zu Neuem gar im Stand,
kommt Tadel wohl vom Nachbarland.
Wir müssen dann vielleicht betonen:
Die Schweiz liebt Innovationen.
*10

Weiter zum Märchen

Legende zum Steuermodell der Zukunft

1) Wenn ALLE bezahlen genügt ein tiefer Steuersatz.
Je höher die Transparenz, desto kleiner der Kontrollaufwand.

2) Eine Steuer sollte das Armutsgefälle nicht zusätzlich verstärken.
Es ist super wenn wohlhabende Betagte junge Familien entlasten.

3) Steuern können die Umweltbelastung weniger attraktiv machen.
Eine Steuerbefreiung z.B. für Wohnkonsum ist genau das Gegenteil.

4) Z.B. begünstigt eine hohe MWST die Schwarzarbeit.
Haushaltsneutral bedeutet gleich hohe Steuererträge vor und nach der Steuerreform.

5) Kaum zu glauben: Die Eigenmietwert-Besteuerung hat den Staat schon viel Milliarden gekostet.
Zur Wettbewerbsfähigkeit gehört, dass ein Land oder ein Kanton investieren kann.

6) Je komplexer ein Steuermodell, desto mehr Schlupflöcher gibt es.

7) Die Steuern für selbstgenutztes Wohneigentum müssen angemessen sein, weil sich die Mieter sonst zur Recht dagegen wehren.

8) Beispiel für eine Automatisierung ist die MWST im Detailhandel.
Abgaben können Menschen gegenüber Robotern benachteiligen.

9) Gemäss Verfassungsartikel 108 setzt sich der Bund für Verbilligung der Wohnkosten ein. Zum Beispiel über Steuerreduktionen für Wohneigentümer und Mieter. (Sorry, passt nur teilweise zum Thema)
Artikel 127.2 verlangt Steuern nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Auch der Wohnkonsum ist ein Indikator dieser Leistungsfähigkeit.

10) Ein Steuermodell kann Privilegien in Frage stellen, welche man in anderen Ländern unbedingt beibehalten möchte